ADAC-Test entlarvt teure Autokindersitze als “mangelhaft”

Bild: ADAC

Alljährlich testet der ADAC gemeinsam mit der Stiftung Warentest Autositze für Kinder auf ihre Sicherheit. 2012 standen 33 Sitze auf dem Prüfstand, doch nicht alle schützen ihre kleinen Insassen ausreichend. Besonders gravierend: selbst teure Modelle fielen beim Check der Testprofis durch.

Bei insgesamt fünf Kindersitzen sprachen Stiftung Warentest und ADAC das Urteil „mangelhaft“ aus. Zu den durchgefallenen Modellen gehören der Graco Logico L, Graci Junior Maxi, Easycareseat Inflatable, Kiddy Guardianfix Pro und Peg Perego Viaggio Convertible. Die beiden letzten Modelle liegen dabei preislich bei über 200 Euro. Auch wer viel Geld in die Hand nimmt, erhält also nicht automatisch einen guten Schutz für sein Kind.

Durchweg gut in allen Gewichtsklassen schlossen die Modelle von Cybex ab, bei reinen den Babyschalen bis 13 Kilogramm war die schlechteste Note eine glatte 3,0. Auch in Sachen Schadstoffbelastung der Autokindersitze gibt es Positives zu vermelden. Hersteller, die im vergangenen Jahr noch ein „mangelhaft“ aufgrund der hohen Schadstoffanteile in ihren Sitzen erhielten, wurden jetzt mit einem „sehr gut“ getestet.

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3 Antworten auf ADAC-Test entlarvt teure Autokindersitze als “mangelhaft”

  1. Hans sagt:

    Oft bezahle ich mehr, um wirklich was gutes zu erhalten. Aber teuer ist nicht gleich gut, wie sich häufig herausstellt.

  2. Konnie sagt:

    Dass ein hoher Preis mit einer guten Qualität gleichgesetzt werden kann ist ein fataler Fehler, wie wir alle leider immer wieder erfahren…
    Allerdings ist mir zufällig einmal etwas gravierendes aufgefallen, als ich mir Testergebnisse, bzw, Testverfahren von Kinderanhängern angesehen habe. Auch in diesem Test kamen einige furchtbar schlechte Ergebnisse – gerade bezüglich der Sicherheit- heraus und das hatte mich verwundert. Ich fand heraus, dass einige der Mängel in Zusammenhang mit den gemessenen Schadstoffzahlen standen. Was aber innerhalb des Tests nicht durchgeführt wurde waren Migrationstests. Und genau das wäre entscheidend gewesen, denn erst dann hätte man eine Aussage darüber abgeben können, inwieweit Schadstoffe über Hautkontakt in den Körper gelangen können. In diesem Fall war klar: die Messungen waren vielleicht korrekt, konnten aber keine exakte Aussage über Sicherheit vs. Gefährdung zulassen.. Und das ist – so wertvoll und wichtig Tests sind – manchmal das Manko eines solchen: sie können nicht immer alles beachten. Man sollte am besten auch mal einen Test für den Test durchführen. ;)

  3. Die Tests des ADAC sind in meinen Augen zunächst immer zu begrüßen. Allerdings sind die Ergebnisse teilweise wirklich fraglich. Welche Grenzwerte werden angesetzt? Wie praxisrelevant wird geprüft?

    Insbesondere bei den Tests der Kinderanhänger und Elektrofahrräder zusammen mit der Stiftung Warentest sind da einige Fragen offen geblieben …

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